Genossenschaft gastrobeat

Das Restaurant musigbistrot wird durch die Genossenschaft gastrobeat geführt. Das Kulturprogramm gestaltet der Verein Musigbistrot. Genossenschaft und Verein arbeiten eng zusammen, sind aber zwei getrennte Institutionen.

Die Genossenschaft entstand im Anschluss an den Konkurs von 2015. Einige Angestellte, die teilweise schon sehr lange im Betrieb arbeiteten, schlossen sich zusammen und übernahmen das Lokal. Da uns das musigbistrot am Herzen liegt, wollten wir nicht “nur” unseren Arbeitsplatz retten, sondern viel mehr unsere eigenen Ideen und Vorstellung verwirklichen. Wir sind ein Team mit verschiedenen Verantwortungsbereichen. Seit der Übernahme im Juni 2015 hat sich nicht nur gastronomisch sondern auch mit der Aufwertung des schönen Hauses, viel getan. Wir haben eigenhändig Renovationen und Auffrischungen vorgenommen sowie den ganzen Garten komplett neu saniert.

Unsere Arbeit hat sich gelohnt, denn wir schätzen uns glücklich über die Möglichkeit ein Teil des Ganzen zu sein, uns miteinzubringen und somit dieses Stückchen Freiheit geniessen zu dürfen.

Verein musigbistrot

Seit der Gründung haben im musigbistrot fast wöchentlich kulturelle Veranstaltungen stattgefunden. Für den Kulturbetrieb ist der 2012 gegründete Verein musigbistrot zuständig. Seine Mitglieder sind jeweils zur Jahresversammlung eingeladen. Bekannte Namen wie Mani Matter oder Bernhard Stirnemann in den Anfängen, später Tomazobi, Lea Lu oder Annen May Kantereit haben in den vergangenen drei Jahrzehnten ein musikbegeistertes Publikum angezogen. Aber auch ganz jungen Talenten bot das musigbistrot immer wieder die Möglichkeit eigene Musik und die Reaktionen des Publikums zu erproben. Auch Poetry Slam hat mit der monatlich stattfindenden Lesebühne Rauschdichten seit vielen Jahren einen festen Platz im Musigbistrot. Die Lebendigkeit, welche das Bistro ausstrahlt, wirkt insbesondere auch auf das Quartier: Das musigbistrot ist zu einem wichtigen Ort für Kultur im Monbijou-Quartier geworden.

 

Das Haus

Das im Inventar der Stadt Bern als «erhaltenswert» eingestufte Haus an der Mühlemattstrasse 48 war ursprünglich Teil einer Arealüberbauung, dem sogenannten Coop Areal. In den achtziger Jahren wurden die Altbauten im Umfeld des Restaurants Monbijou abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Die umliegenden Neubauten haben das Erscheinungsbild des schmucken Hauses noch verstärkt.

Das alte Restaurant Monbijou war eine beliebte Quartierbeiz. Nach 1990 wurde die Liegenschaft renoviert und im Herbst 1992 das Musigbistrot eröffnet. Träger des Musigbistrotswar damals die Genossenschaft „Troubadour Beiz Plus“, die von Exponenten der Berner Chansons- und Jazzszene gegründet wurde. Die Idee, Gastronomie und Kultur in einer Quartierbeiz zu vereinen, war neu und äusserst erfolgreich. Auf der kleinen Bühne präsentierten sich SängerInnen, PoetInnen, Zauberer und Musikanten aller Stilrichtungen. Als dann  eine direkte Kabelverbindung zum benachbarten Radiostudio eingerichtet wurde, hatte das heute noch populäre Format „Persönlich“ des Radio SRF1 seine erste Heimat gefunden.

Das eigenwillig schöne Haus mit der lauschigen Gartenbeiz im Rücken hat zusammen mit seiner Seele, dem ebenfalls erhaltenswerten Kulturbetrieb, viele Veränderungen überlebt. Es ist im Quartier ein «Landmark», der zum prächtigen Monbijoupark gehört. Ein Bijou, das Musigbistrot – Haus im Monbijou!